
Die Harfe ist eines der ältesten Musikinstrumente der Welt. Schon um 3500 v. Chr. wurden in Mesopotamien und Ägypten Harfen gespielt. Sie hatten oft eine kultisch-religiöse Bedeutung.
In Nordeuropa wurde das Instrument um 700 n. Chr. heimisch. Besonders in Irland spielte die Harfe eine so wichtige Rolle, dass sie zu einem Nationalsymbol wurde und heute noch das Wappen Irlands schmückt.
Auf dem europäischen Festland wurden im Mittelalter gotische Harfen gespielt, die sich in der Renaissance und im Barock zu zwei- und dreireihigen Harfen entwickelten.
Die Konzertharfe (Doppelpedalharfe) existiert erst seit 1810 und ist damit das jüngste der klassischen Orchesterinstrumente.
Die Harfe eignet sich für Musik aus fast allen Epochen, Kulturkreisen und Stilrichtungen:
- Mittelalterliche Musik
- Musik der Renaissance
- Barockmusik
- Musik aus der Zeit der Klassik
- Geistliche Musik
- Kompositionen des irischen Harfenisten Turlough O'Carolan (1670-1738)
- Traditionelle Tänze und Lieder aus Irland, Schottland, Wales, Cornwall und der Bretagne
- Jüdische Musik
- bekannte und weniger bekannte Weihnachtslieder
- Eigene Kompositionen

Der Tonumfang der Gotischen Harfe ist begrenzt, da sie meist nur mit etwa 24 Saiten bespannt ist. Sie eignet sich deshalb für Stücke aus dem 13.-15. Jahrhundert, die keine allzu umfangreiche Bassstimme haben.
Der feine, ätherische Ton der Gotischen Harfe kommt bei ruhigen, meditativen Stücken sehr gut zur Geltung. Ebenfalls sehr schön klingen lebhafte Tänze aus verschiedensten Ländern und Epochen.