Meine musikalische Ausbildung begann mit musikalischer Früherziehung und ab dem Alter von 6 Jahren mit Geigenunterricht. Mit 9 Jahren kam die Gitarre hinzu, und als drittes Instrument schließlich die Harfe. Da ich eine Waldorfschule besuchte, war das Singen im Schulchor und das Spielen im Schulorchester sowie in der Schulband völlig selbstverständlich. Ich war oft viele Stunden am Tag mit meinen Instrumenten beschäftigt (das machte mir einfach Spass), und bin heute davon überzeugt, dass das Musizieren mir zu emotionaler Ausgeglichenheit verholfen hat. Jedenfalls bereitete mir das Baden-Württembergische Zentralabitur trotz (oder eben dank) meines exzessiven Musizierens keinerlei Probleme.
Studiert habe ich dann jedoch nicht Musik, sondern etwas "Anständiges" (wie man so sagt), nämlich Slavistik und Geschichte.
Nach Abschluss des Studiums verbrachte ich ca. 1 Jahr in Ägypten. Dort verdiente ich mein Geld als Divemaster und in der Hausband des örtlichen Hilton-Hotels (mit Geige). Das Engagement endete, als die Band so erfolgreich wurde, dass der Hotelmanager aufgrund des Publikumsansturms Angst um den Ruf seines Hauses bekam...

Wieder in Deutschland, arbeitete ich ca. vier Jahre lang an der Universität Bamberg im Fachbereich Theoretische Psychologie (Prof. Dr. Dörner) und Soziologie in einem vom Umweltbundesamt geförderten Forschungsprojekt mit. Beim Auswerten von komplexen Interviews, Konzipieren und Führen eigener Interviews, beim Analysieren von Motivationsstrukturen und in der Konzeption von Interventionsstrategien erwarb ich mir auf sehr praktische Art ein solides psychologisches Wissen. Ein Ergebnis dieses Projektes ist das von mir mit verfasste und im Oekom-Verlag erschienene Buch "Ökologische Sozialcharaktere".
Nach dem Ende des Projektes machte ich mich als freiberufliche Harfenistin und Harfenlehrerin selbständig (2004).
Schon bald zeigte sich, dass beim Unterrichten die Vermittlung der richtigen Technik und das Erarbeiten eines Repertoires nur ein Teil der Aufgabe ist. Mindestens ebenso wichtig war es bei vielen meiner (erwachsenen) Schüler, alte, negative Selbsteinschätzungen im Hinblick auf die eigene "Musikalität" durch neue, positive Erfahrungen mit Musik zu ersetzen. Bei den Kindern kommt es vor allem darauf an, ihnen von Anfang an Spass an der Musik zu vermitteln, so dass musikbezogene Ängste gar nicht erst entstehen. Die Harfe ist aufgrund ihres beruhigenden und harmonischen Klangcharakters für all dies hervorragend geeignet.
Im Jahr 2009 schloss ich eine Ausbildung zur Harfentherapeutin bei Christina Tourin (USA) ab. Im Rahmen dieser Ausbildung absolvierte ich ein 7-monatiges Praktikum im Bereich Musiktherapie am Bamberger Klinikum am Michelsberg.
Nach 7 Jahren erfolgreicher Tätigkeit war es 2011 an der Zeit, den bislang implizit einbezogenen therapeutischen Aspekten des Harfenspiels und Musizierens ein eigenes Forum zu geben. So biete ich seitdem nicht nur Musikunterricht, sondern auch Kurse zum Thema "Musik und Psyche" an. Mein Anliegen ist dabei, den Teilnehmern zu vermitteln, dass und warum die Begriffe "unmusikalisch" oder "untalentiert" nicht mehr dem neuesten Stand der Wissenschaft entsprechen - und dass Musizieren wirklich glücklich machen kann!